portrait
ich bin nur eine junge frau, die manchmal in den spiegel sieht und auch nicht ganz sicher ist, ob alles hält. ob es am ende des tages ausreicht, eine gute und zwei schlechte entscheidungen getroffen zu haben. eine, die manchmal mehr nimmt, als sie geben kann und in den falschen momenten mauern aufzieht. in der ambivalenz so zuhause ist, wie andere in ihren ritualen.
eine junge frau, die zu oft die wäsche in der maschine vergisst und an ungeöffneten rechnungen scheitert. die euphorie und melancholie in einem atemzug spricht und fühlt. plötzlich liegt alles wieder auf der silberwaage und die risse im grund multiplizieren sich. ich bin nur eine junge frau, mit einem sturm im kopf, der kommt und geht. ein makel, eine bereicherung, eine naturkatastrophe. die außenfassade verspricht, was die innenräume nicht halten können: ein zuhause in dem man sich angekommen fühlt. und dann bist es wieder du.
(Quelle: blog.minusgold.org)